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besuch der Staatsgalerie

Kunst erleben statt nur betrachten – Ein Ausflug in die Staatsgalerie Stuttgart

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Der Museumsbesuch in der Staatsgalerie Stuttgart wurde bewusst mit der Prüfungslektüre Ein Schatten wie ein Leopard verknüpft. Im Mittelpunkt stand dabei der Vergleich zwischen bildender Kunst und Sprache als künstlerischem Ausdruck.

Der Protagonist Glasser, ein Maler, verarbeitet seine Wahrnehmung der Welt über Bilder, Farben und Formen. Genau hier setzte die Museumsarbeit an: Durch das Betrachten von Kunstwerken mit Farbfolien wurde erfahrbar, wie sehr Perspektive und Farbwahl die Aussage eines Bildes verändern. Diese Methode machte nachvollziehbar, wie Glasser arbeitet – nicht realistisch im Sinne von „abbilden“, sondern interpretierend und subjektiv.

Dem gegenüber steht Ramon, der Jugendliche, der Sprache nutzt, um seine Gedanken, Konflikte und Gefühle auszudrücken. Während Glasser malt, „schreibt“ Ramon mit Worten Bilder im Kopf der Leserinnen und Leser. Das Skizzieren der Kunstwerke im Museum griff diesen Gedanken auf: Auch hier ging es nicht um Perfektion, sondern um Verdichtung. Was lasse ich weg? Was bleibt zentral? Genau diese Fragen stellen sich auch beim Schreiben und Interpretieren literarischer Texte.

Besonders deutlich wurde die Verbindung zur Lektüre beim Nachbilden von Bildinhalten mit einer Schnur. Linien, Spannungen und Beziehungen wurden räumlich dargestellt – vergleichbar mit den inneren Konflikten Ramons, die sich nicht linear, sondern vielschichtig entwickeln. Die Schnur wurde zum Symbol für den „inneren roten Faden“ der Geschichte.

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